• BLV Niedersachsen Bild 01
  • BLV Niedersachsen Bild 02
  • BLV Niedersachsen Bild 03
  • BLV Niedersachsen Bild 04
  • BLV Niedersachsen Bild 05
  • BLV Niedersachsen Bild 06
  • BLV Niedersachsen Bild 07
Artikel drucken
30. März 2017
Digitale Transformation: Bildung braucht Highspeed – Masterplan für die Digitale Bildung

Fachtagung der Berufsschullehrerverbände BLVN und VLWN am 30. März 2017 in der MMBbS

Smart Home, Smart City, das Internet der Dinge. Die digitale Transformation ist längst im Leben und damit auch im Klassenzimmer angekommen. Nur mangelt es an vielen Schulen nach wie vor an der nötigen Breitbandanbindung und der technischen Ausstattung in den Klassenzimmern, um die zukunftsweisenden Möglichkeiten der Digitalisierung im Unterricht zu implementieren.

„Niedersachen ist ein Flächenland. Gerade in den ländlichen Regionen sind auch berufsbildende Schulen allzu häufig vom technologischen Fortschritt abgekoppelt. Wenn wir den Anforderungen der Industrie 4.0 gerecht werden wollen, brauchen wir auch eine Schule 4.0. Bildung braucht Highspeed“, fordert Heinz Ameskamp, Landesvorsitzender des Berufsschullehrerverbandes Niedersachsen (BLVN) und begegnet damit den Vorwürfen des Branchenverbandes Bitkom, der Lehrkräften Anfang der Woche mangelnde Digitalkompetenz attestiert hat.

„Wir stehen am Anfang einer Entwicklung. Neben der technischen Ausstattung ist selbstverständlich auch eine abgestimmte und nachhaltige Fortbildungsinitiative nötig und Zeit, um die Herausforderungen, die die Digitalisierung auch in der Berufswelt mit sich bringt, im Schulalltag spiegeln zu können und das Bildungssystem entsprechend anzupassen“, so Heinz Ameskamp.

Die beiden Berufsschullehrerverbände BLVN und VLWN laden am 30. März zum Berufsschultag in die Multi Media Berufsbildenden Schulen (MMBbS) an der Expo Plaza ein und werfen die Frage auf: „Brauchen wir eine digitale Agenda für Niedersachsens berufsbildende Schulen?“ Im Beisein von Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt und den bildungspolitischen Sprechern der Fraktionen des niedersächsischen Landtages diskutieren Fachlehrer, Kammer- und Wirtschaftsvertreter die nötigen Standards einer zeitgemäßen IT-Struktur für Schulen und beleuchten, was notwendig ist, um Lehrkräfte auf die Herausforderungen der digitalen Transformation vorzubereiten.

Mit der Niedersächsischen Bildungscloud ist der Startschuss hin zum digitalen Klassenzimmer im November 2016 gefallen. 25 allgemein- und berufsbildende Schulen arbeiten seit Ende Februar an der Cloud, definieren Standards und entwickeln Unterrichtsinhalte, die dann auf den schülereigenen Smartphones und Tablets jederzeit abrufbar sein werden. In den nächsten 2 Jahren soll eine kollaborative Lernplattform entwickelt werden, die gruppenbezogenes Lernen schulbezogen, schulübergreifend und schulformübergreifend ermöglicht. Initiator des Projekts ist die Landesinitiative n-21.

„Die Cloud ist das sinnvollste, was wir in Schule machen können. BYOD und Webbasierte Anwendungen, die in Rechenzentren auf datenschutzrechtlich konformen Servern laufen und jederzeit abrufbar sind, ermöglichen eine völlig neue Art des Lernens“, sagt Joachim Maiß, Schulleiter der MMBbS und Landesvorsitzender des VLWN und betont: „Die schnelle Internetanbindung ist hier der Schlüssel zur Teilhabe. Wir brauchen flächendeckend Highspeed-Anbindungen, um den Anforderungen der Wirtschaft nach zukunftsweisenden Ausbildungsangeboten und den Erwartungen der Auszubildenden nach digital abrufbarem Lernstoff gerecht zu werden und das nicht nur für die Projektschulen, sondern alle 2500 niedersächsischen Schulen, die sich auf den Weg machen müssen."

Wir brauchen einen Masterplan, der neben der Technikkomponente eine menschliche Komponente umfasst.

Wir brauchen Zeit um diese digitale Disruption in unseren Schulen zu integrieren. Nichts Neues, sondern effizienter und zeitgemäßer Unterricht unter dem Primat der Pädagogik.