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25. Oktober 2013

Heiligenstadt lobt Engagement der Schulleitungen und zeigt Entlastungen auf

Kultusministerin Frauke Heiligenstadt hat das Engagement der Schulleiterinnen und Schulleiter in Niedersachsen gelobt und zukünftige Entlastungen und Unterstützungen für die Schulleitungen aufgezeigt. Auf der Herbsttagung des Schulleitungsverbandes Niedersachsen (SLVN) am heutigen Mittwoch in Celle sagte die Ministerin: "Die Schulleiterinnen und Schulleiter in Niedersachsen leisten gute und sehr wertvolle Arbeit. Ich weiß um Ihren großen Einsatz und Ihr vielfältiges Engagement. Dafür danke ich Ihnen im Namen der Niedersächsischen Landesregierung. Ihrer Arbeit wird zu Recht allergrößte Wertschätzung entgegengebracht, insbesondere auch von denen, die es am besten wissen müssen, nämlich von den Schülerinnen und Schülern und den Eltern."

Die Ministerin machte deutlich, dass das Kultusministerium eine Reihe von Maßnahmen auf den Weg gebracht hat, um die Attraktivität der Schulleitertätigkeit zu sichern und weiter zu erhöhen. So soll insbesondere der Verwaltungsaufwand in Personalfragen weiter reduziert werden. "Dafür wurden bei der Landesschulbehörde 120 zusätzliche Stellen geschaffen. Das entlastet die Schulen und schafft Rechtssicherheit in Personal- und Budgetfragen", so Heiligenstadt. Wo immer es möglich sei, sollten Verwaltungsaufgaben vereinfacht werden, um die Schulleitungen zu entlasten. Entlastungen im schulischen Alltag werde es auch durch den Ausbau des Beratungs- und Unterstützungssystems durch mehr Schul- und Arbeitspsychologen und eine Stärkung der Schulentwicklungsberatung geben, ebenso wie durch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen durch Ausweitung des Arbeitsschutzes und des Gesundheitsmanagements.

Im Rahmen der `Zukunftsoffensive Bildung´ will das Land außerdem in erheblichen Umfang in die Qualifikation und Fortbildung für den "anspruchsvollen Führungs- und Managementberuf der Schulleitung investieren", wie Kultusministerin Heiligenstadt in Celle unterstrich: "Die Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte ist ein wichtiger Baustein der `Zukunftsoffensive Bildung´. Die Landesregierung wird den Fortbildungsetat für Lehrkräfte deutlich anheben. 14,5 Millionen Euro wollen wir bis 2017 investieren, um Lehrerinnen und Lehrer auf die vielfältigen und anspruchsvollen Aufgaben in den Schulen noch besser vorzubereiten. Das ist auch ein Beitrag um Sie, sehr geehrte Schulleiterinnen und Schulleiter, zu entlasten. Aus diesem Grund werden wir auch die Qualifizierung von neu ernanntem Führungspersonal auf die stellvertretenden Schulleiterinnen und Schulleiter ausweiten. Allein für die Qualifizierung von neu ernanntem Führungspersonal an Schulen und Studienseminaren stellen wir ab 2014 insgesamt zusätzlich 2,6 Millionen Euro bereit."

Für die Niedersächsische Landesregierung hat Bildung oberste Priorität: Im Rahmen der `Zukunftsoffensive Bildung´ soll der Kultus-Etat von rund 5,06 Milliarden Euro im Jahr 2013 auf rund 5,35 Milliarden Euro im Jahr 2017 aufgestockt werden. Die zusätzlich von der Landesregierung eingeplanten Mittel belaufen sich in den Jahren von 2014 bis 2017 auf eine Milliarde Euro. Mit diesem Bildungspaket sollen der Ausbau der Ganztagsschulen forciert, Qualitätsverbesserungen in den Schulen erzielt und die frühkindliche Bildung und Betreuung gefördert werden, betonte die Ministerin.

Heiligenstadt wies darauf hin, dass die Debatten in den anderen Bundesländern sich um Kürzungen oder bestenfalls die Beibehaltung des Status Quo in den Bildungshaushalten drehe: "Wenn Sie sich in anderen Bundesländern umschauen, werden Sie schnell sehen, dass diese Investitionen ihresgleichen suchen. Die Mehrzahl meiner Länderkolleginnen und Länderkollegen müssen in ihren Bildungsetats leider Kürzungen hinnehmen oder mussten hart für den Erhalt des Status Quo argumentieren. Niedersachsen hingegen will deutlich mehr Geld in Bildung investieren. Wir wollen auch für bessere Arbeitsbedingungen für die Lehrkräfte sorgen. Die Landesregierung ist von ihren Zukunftsinvestitionen in Schulen, Lehrkräfte und Berufsausbildung überzeugt. Aber wenn wir an die Zukunft denken und Zukunft gestalten wollen, dann brauchen wir auch verlässliche "Mit-Denker" und "Mit-Gestalter". Der Schulleitungsverband gehört seit vielen Jahren dazu. Daher werde ich immer wieder das Gespräch mit Ihnen suchen - auch und gerade bei Meinungsverschiedenheiten."

Mit dem klaren Bekenntnis zur Weiterentwicklung des Bildungsstandortes Niedersachsen sei verbunden, Schritt für Schritt Schwächen zu identifizieren und zu beheben. So sei sie sich im Klaren darüber, dass es insbesondere in Regionen mit deutlich zurückgehenden Schülerzahlen schwierig sei, Schulleitungsstellen in Grundschulen schnell wieder zu besetzen, sagte die Kultusministerin. "Zwar hat sich die Lage im Schuljahr 2012/2013 etwas entspannt, sie ist aber noch nicht zufriedenstellend. Die Gründe für eine nicht zeitgerechte Wiederbesetzung sind vielfältig und die Dauer der Vakanzen ist sehr unterschiedlich.

Dennoch haben wir uns dieser Herausforderung zu stellen. Der Landesregierung ist bewusst, dass Grundschulen die Basis legen für den weiteren schulischen Werdegang der Schülerinnen und Schüler und dass sich die Bedingungen für diese anspruchsvolle und qualitativ hochwertige Tätigkeit verändert haben. Um diesen Anforderungen gerecht werden zu können, benötigen wir gut ausgebildete Schulleiterinnen und Schulleiter – wohl wissend, dass wir mittelfristig das System Grundschule als Ganzes in den Blick nehmen müssen. Ich möchte mit meinem Haus und der Landesschulbehörde erreichen, dass frei werdende Schulleitungsstellen möglichst termingerecht wiederbesetzt werden. Das ist ein ambitioniertes Vorhaben, das aber angegangen werden muss", so Heiligenstadt. Zum Stichtag 01.08.2013 waren 134 Schulleitungsstellen im Grundschulbereich vakant, am 01.06.2012 waren es 171 Stellen.