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20. August 2013

Berufsschulen auf gutem Weg

Kultusministerin Frauke Heiligenstadt will die duale Berufsausbildung in Niedersachsen gemeinsam mit den Akteuren der beruflichen Bildung weiter stärken. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels soll ein „Bündnis für duale Berufsausbildung“ auf den Weg gebracht werden, das besonders die speziellen Belange der Jugendlichen berücksichtigen soll, die mit Bildung schwer zu erreichen sind.

Das in Niedersachsen sehr ausgeprägte Übergangssystem soll sich künftig auf seine Kernaufgabe, die Integration in Berufsausbildung, konzentrieren. Noch immer befänden sich mehr als 30 000 junge Menschen in „Warteschleifen“, die dringend gebraucht würden und nicht „abgehängt“ werden dürften. Das Kultusministerium sei in engem Kontakt u.a. mit den Kammern, den Gewerkschaften und der Bundesarbeitsagentur. Nach einer vorläufigen Prognose des Ministeriums besuchen im neuen Schuljahr rund 254 000 Schüler/innen die Berufsschulen. Valide Zahlen wird es erst nach dem Stichtag 15. November geben. Das gilt auch für die Unterrichtsversorgung. Zur personalwirtschaftlichen Planung in diesem Schuljahr ist den berufsbildenden Schulen im April der Erlass zum Stellenausgleichsverfahren zugegangen, mit dem die Ressourcen gleichmäßig verteilt werden sollen, um eine bedarfsgerechte Unterrichtsversorgung zu erreichen. Wie es heißt, bekommen die Berufsschulen 245 neue Stellen – 40 Stellen zum 1. August 2013 sowie weitere 205 zum 1. Februar 2014.

Das Stellenausgleichsverfahren wird u.a. auf Grundlage der Statistiken der jeweiligen Stichtage in den zurückliegenden drei Jahren berechnet. Berücksichtigt werden die Budget-Soll-Stunden für Theorie- und Fachpraxisunterricht, ausgewählte Anrechnungen, Freistellungen und Abordnungen, die Stunden für die Kooperation und Zusammenarbeit mit allgemeinbildenden Schulen sowie die seit November 2012 gemeldeten Veränderungen im Lehrer-Ist-Potenzial durch den Ausgleich des verpflichtenden Arbeitszeitkontos. Zum neuen Schuljahr wurde das Lehrkräftesollstundenbudget für kleine Lerngruppen erhöht: Klassen mit sieben bis 13 Schüler/innen erhalten jetzt 80 statt bislang 62 Prozent. Damit bekommen Ausbildungsgänge, die deutlich unter der Sollstärke von 22 liegen (100 Prozent) mehr Ressourcen. Davon profitieren kleinere, ländliche Schulstandorte. Die Regionalen Kompetenzzentren befinden sich nach Einschätzung der Kultusministerin auf gutem Weg. Nach der intensiven Erprobungs- und Transferphase stehe Niedersachsen bundesweit nach wie vor an der Spitze. In keinem anderen Bundesland sei die Eigenverantwortung berufsbildender Schulen so umfassend. Eine Arbeitsgruppe beschäftigt sich derzeit mit weiteren Optimierungsvorschlägen.

Quelle: Auszug aus Rundblick vom 19. August 2013